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Rosa und Rottöne mischen beim Aquarell – Rosen lebendig malen

Rosen sind ein beliebtes Motiv, das gern gemalt wird und gleichzeitig gehören Rosen zu den wohl schwierigsten Blüten, an denen viele Aquarellmaler scheitern. Die Blüten wirken schnell flach, zu bunt oder künstlich. Häufig liegt das weniger an der Form als an den gemischten Farben.

In diesem Artikel möchte ich darauf eingehen, wie ich lebendige Rosa- und Rottöne für Rosen mische. Die Tipps funktionieren sowohl für lockere als auch für botanisch genauere Aquarelle.

 

 

Warum Rosenfarben oft unnatürlich wirken

 

Um Rosen zu malen, greifen viele automatisch zu:

  • fertigem Pink

  • reinem Karmin- oder Kadmiumrot

  • Magenta direkt aus dem Kasten

Das Problem: Diese Farben sind sehr stark pigmentiert und wirken allein schnell hart, künstlich oder plakativ – vor allem auf weißem Papier. Natürliche Rosenfarben entstehen fast immer aus Mischungen.

 

 

 

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Grundprinzip: Rosa ist nicht Pink

 

Ein lebendiges Rosa besteht meist aus drei Komponenten:

  • einer z.B. warmen Grundfarbe

  • einer kühlenden oder neutralisierenden Farbe

  • Wasser

Je nach Rose verschiebt sich das Verhältnis – genau das macht den Reiz aus.

 

Mischung 1: Warmes Rosenrosa

 

Diese Mischung eignet sich für klassische, warme Rosentöne.

Beispiel:

  • Permanent Rose oder Rose Madder

  • ein Hauch Gelb (z. B. Zitronengelb)

  • viel Wasser

Das Gelb nimmt dem Rosa die Härte und gibt ihm Tiefe. Mein Tipp: beginne sehr hell, die Intensität kannst du dann durch mehrere Farbschichten anlegen.

 

Mischung 2: Kühles, zartes Rosa

 

Für helle Blüten, Knospen oder Lichtbereiche.

Beispiel:

  • Rose Madder oder Permanent Rose

  • ein Hauch Coelinblau oder Kobaltblau

  • stark verdünnt

Das Blau kühlt den Ton minimal ab und lässt ihn natürlicher wirken. Ich liebe ja auch Opernrosa, was für viele zu leuchtend ist und leider ist es auch nicht als lichtecht eingestuft. Eins meiner Aquarelle steht seit ca. 5 Jahren hinter meinem Schreibtisch dekorativ auf einer einer Kommode und hat für mich optisch die gleiche Präsenz, wie an dem Tag als ich es gemalt habe.

Ein weiterer Lieblingsfarbton von mir ist Rose Madder Genuine. Der sieht nämlich nicht nur fantastisch aus, sondern duftet auch ganz wunderbar und erinnert an Rosen.

 

 

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Mischung 3: Tiefe Rottöne für Schatten

 

Die Blüten bestehen nicht nur aus dem Farbton der Blütenblätter – die Tiefe entsteht in den Schatten.

Beispiel:

  • Karmin oder Alizarin

  • ein wenig Ultramarin oder Paynes Gray

  • optional ein Hauch Umbra

So entstehen dunkle, samtige Rottöne ohne Schwarz. Schau dir dazu deine Blüten und vor allem auch Fotos deiner Blüten einmal genau an. Vielleicht hast du auch die Möglichkeit, Farben direkt aus dem Foto herauszufiltern.

 

Farbwechsel innerhalb einer Blüte

Eine Rose lebt davon, dass nicht jede Blütenblattfläche gleich gefärbt ist.

Achte auf:

  • hellere Außenkanten

  • wärmere Innenbereiche

  • kühlere Schatten

Lass Farben ineinander laufen, solange sie noch feucht sind – das wirkt natürlicher als nachträgliches Übermalen. Bei diesen beiden Beispielen habe ich dir einmal einzelne Farbtöne herausgefiltert. Das kannst du auch mit deinen Fotos ganz einfach am Handy machen und dir so einen Überblick verschaffen, wie breit deine Farbpalette innerhalb einer Blüte ist. 

 

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Typische Fehler beim Rosenmalen

  • zu viele Farben gleichzeitig

  • zu wenig Wasser

  • zu dunkler Startton

  • alles gleichmäßig ausmalen

Lieber mit wenigen Farben, dafür bewusst variieren. Kommt dir davon etwas bekannt vor? Was sind deine größten Herausforderungen wenn du eine Rose malen möchtest?

 

Mein persönlicher Ansatz

Ich beginne Rosen fast immer mit sehr hellen, wässrigen Lasuren. Erst wenn die Form steht, verstärke ich einzelne Bereiche. So bleibt die Blüte transparent und lebendig.

Übrigens: keine Rose ist perfekt – kleine Unregelmäßigkeiten machen sie glaubwürdig.

 

 

In diesem Video stelle ich dir ab Minute 9:11 einen hilfreichen Tipp vor. Schau gern mal rein.

Die komplette Anleitung zu dieser Rose gibt es für dich im Patreon Mitgliederbereich.

 

 

 

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Möchtest du mehr Rosen malen?

 

In meinem Patreon-Bereich findest du weitere Rosenmotive, so wie diese hübsche Knsope beispielsweise:

  • Schritt-für-Schritt-Aquarelle

  • unterschiedliche Rosensorten

  • Farbtests und Mischungen

  • ruhige Videoanleitungen

 

Wenn du tiefer einsteigen möchtest, ist das eine schöne Ergänzung zu diesem Artikel.

 


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